Sich selbst lieben lernen: “Selbstliebe ist der Schlüssel zu allem…”

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Wer sich selbst nicht auf die rechte Art liebt, kann auch andere nicht lieben. Denn die rechte Liebe zu sich ist auch das natürliche Gutsein zu anderen. Selbstliebe ist also nicht Ichsucht, sondern Gutsein.— Musil

 

Sich selbst lieben lernen: “Selbstliebe ist der Schlüssel zu allem…”

 

Selbstliebe hat nichts, wie viele meinen, mit Egoismus zu tun. Es ist genau das Gegenteil. Jeder von uns weiß, wie essentiell es ist, uns selbst zu lieben. Doch erscheint es uns wie eine hoffnungslose Aufgabe, bei der wir nicht genau wissen, wo genau wir anfangen sollen.

 

Stell dir vor, du bist schon lange gut, so wie du bist & merkst es nur nicht….

 

Auch ich kann dir mein Wort geben, dass ich bei dem Thema „begeisterten Selbsthass“ eine Koryphäe war. Ja, ich hasste regelrecht die Vorstellung von Selbstliebe. Auf dem Weg dorthin ergaben sich schockierende Begegnungen mit mir selbst. Auch vor meinem „inneren Kind“ hatte ich zunächst Angst.  Meine Reise war Kilometerlang und durchaus beschwerlich, doch heute bin ich außerordentlich glücklich, dass ich meine Chance genutzt habe. Heute denke ich, dass Selbstliebe der Schlüssel zu vielem ist, um zu genesen. Nicht nur psychisch, sondern auch physisch.

 

Doch warum ist “Selbstliebe lernen” so schwer?

 

Alles begann in deiner Kindheit…

 

Ich habe viele Menschen in meinem Leben getroffen, die von Selbstzweifel und Angst geprägt waren. Doch wie sollten Sie es auch lernen, wenn schon in unserer Kindheit der Grundstein dafür gelegt wurde? Das weit verbreitete Mittel dazu war die alltägliche Behauptung: „So wie du von Natur aus beschaffen bist, bist du nicht besonders genug“. Uns wurden in der Schule unsere Schwächen aufgezeigt, aber unsere Stärken wurden tot  geschwiegen.

Wollten wir jedoch unsere Einzigartigkeit zum Vorschein bringen, so wurden wir mit dem Glaubenssatz: „Sei nicht so überheblich“  oder „Gib nicht so an“ in unserem Vorhaben gebremst. Eine Trennung unseres Selbst von unseren Gedanken und unserem gesunden Menschenverstand war die Folge. Dieser sogenannte Zustand des Getrenntseins erzeugt ein tiefes  Gefühl von Trauer im Herzen und im Körper des Kindes, welches wir einmal waren.  Wir wurden mit der Tatsache konfrontiert eine Brücke zwischen unseren wahren Bedürfnissen und den Anforderungen unserer Eltern zu bauen. Wiederum entstehen nun Schuldgefühle, weil wir als Kind nicht in der Lage waren, diese Bedürfnisse zu erfüllen.

Von nun an herrschte Unsicherheit. Wir schauten zu äußeren Autoritäten auf, die uns sagen sollten, was wir zu tun und zu lassen haben, damit wir uns in Sicherheit  fühlen konnten. Die Quintessenz daraus, dass unsere natürliche Abhängigkeit zu gesellschaftlichen Institutionen hin verlagerte, liegt auf der Hand. Im Verlauf dieses Prozesses wird das wahre Selbst des Kindes immer mehr in ein Gefängnis eingesperrt und der Sprössling fängt an es zu verleugnen. Würden wir nun im Erwachsenenalter den Versuch unternehmen, die „dunkle Brille“ abzusetzen, so treten u.a. viele unserer natürlichen Talente / Fähigkeiten zu Tage und unsere innere Wahrheit wächst.

 

 

Kennst du dein inneres Kind?

 

Kannst du mit mit ihm umgehen? Ich selbst hatte zunächst eine überdurchschnittlich große Angst vor meinem kindlichen Selbst. Uralte Emotionen überwältigten mich, die ich in meinen kühnsten Träumen nie erwartet habe. Doch heute denke ich, dass die „Innere-Kind-Arbeit“ zu den wertvollsten Erfindungen unserer Zeit zählt. Denn ein Leben lang wird sich unser kindlicher Anteil in uns zu Hause fühlen, egal ob wir erwachsen oder weitaus älter sind.

Warum aber schreibe ich das alles hier? Der Grund dafür ist, dass unser inneres Kind auch einen gewissen Anteil zur Ausbildung unserer Selbstliebe beiträgt. Da wir als Kinder so ziemlich alles in uns aufsaugten, was uns die Außenwelt zur Verfügung stellte und wir, die für uns passenden Denkstrukturen errichteten und so unser Ego entstand, wurden wir mit Unwahrheiten konfrontiert, die tiefe Spuren in uns hinterließen und es heute zu heilen gilt. Wir sind nun nicht mehr klein, hilflos und auf Autoritäten angewiesen, sodass wir die damals entstandenen Emotionen direkt ins Auge blicken, unser inneres Kind lieben und Erinnerungen ziehen lassen können.

 

Der Großteil unserer Schmerzen rühren von festgehaltenen Emotionen. Sie können auch Krankheiten verursachen und zur Selbstsabotage führen. Emotionen sind eine Aufzeichnung unserer Vergangenheit, welche nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, im Körper gespeichert werden. In unserem Körper befindet sich jedoch auch unser Unterbewusstsein, welches glaubt, dass es sich in denselben Umweltbedingungen wie damals befindet. Doch wir neigen dazu unsere Emotionen niederzudrücken, sobald sie hochkommen, da wir gelernt haben, Dinge abzuwürgen, die sich nicht gut anfühlen, anstatt sie zu spüren.  Aber wie lange möchtest du an dem festhalten, was sich schmerzhaft anfühlt? Und wie lange möchtest du, dass ein kleines Kind es tut? Öffne dein Herz und übe dich in Mitgefühl für dich selbst. Du wirst herausfinden, dass du aufhörst zu kämpfen und anfängst zu leben und zu sein, anstatt hart dafür zu arbeiten.

Lerne deine Glaubenssätze und alten Emotionen aufzulösen, dein inneres Kind zu heilen und es bedingungslos zu lieben und die Vergangenheit gehen zu lassen.

 

Selbstliebe macht stark…

 

Nun möchte auch ich dich dazu ermutigen diesen Weg zu gehen, indem ich dir eine Technik zur Verfügung stelle, mit der du einen Schritt in Richtung Selbstliebe gehen kannst. Du wirst lernen, dass du dir selbst das geben solltest, was du erwartest von anderen Menschen erhalten zu müssen. Auch ein wenig Mut gehört dazu und der Wille deinem Leben eine neue Richtung zu geben.

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Los geht’s:

Als erstes möchte ich dich dazu ermutigen  eine Art Pakt mit dir zu schließen. Dies kann für den Anfang schon eine Herausforderung darstellen, da sich der Satz: „Ich liebe mich“ wie eine Lüge anhört. Doch nun sollten wir mit der inneren Wahrheit und der Lebensfreue in Kontakt kommen, die wir einst verspürten, als wir noch jung waren. Aus diesem Grund hilft genau dieser Satz zu Beginn das endlose Tal zu überbrücken. Suche dir einstweilen einen Tag im Kalender aus, an dem du beginnen möchtest und kreuze auch den Zeitpunkt an, welcher 365 Tage nach diesem Beginn steht.

Derweil möchte ich, dass du täglich, genau ein Jahr lang, in bestimmten Situationen, welche dir als geeignet erscheinen, egal  wie wichtig diese sind, immer wieder diesen einen Satz sagst: „Was würde jemand, der sich selbst liebt, tun?“. Auch bei sehr einfachen Fragestellungen wie z.B.: „Sollte ich lieber zu Fuß zur Arbeit laufen oder doch lieber mit dem Fahrrad fahren.“, kannst du diese Fragestellung benutzen.  Immer wenn du dir diese Frage stellst, wird deine Intuition geschult und dir somit die Antwort sofort einfallen und als unverhofftes Wissen entschleiert (Bauchgefühl, Gedanke, Bild, Emotionen oder körperliche Empfindung). Ohne bewusstes Überlegen und Nachdenken. Somit können wir unsere Intuition, welche wir in Kindestagen verloren haben, wieder aufleben lassen. Dies ist äußerst wertvoll und nützlich für unsere Wanderung hin zu Selbstliebe ist.

Ich wünsche dir, dass auch du irgendwann den Ort voller Freiheit, Freude und Liebe betrittst und auf deiner Reise innerlich wachsen wirst.

 

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