Schilddrüsenunterfunktion und Eisenmangel – „Haarausfall? Blässe? Müdigkeit? Starke Menstruation?“

schilddrüsenunterfunktion und Eisenmangel

 




Schilddrüsenunterfunktion und Eisenmangel – „Haarausfall? Blässe? Müdigkeit? Starke Menstruation?“ ( 1 )

 

Zu Beginn meiner Schilddrüsenunterfunktion wirkte ich blass und müde. Jedoch war das schlimmste für mich, dass meine Haare büschelweise ausfielen. Auch meine Augenbrauen an den Außenseiten wurden immer lichter. Jeden Morgen graute es mir, meine Bürste durch meine Haare gleiten zu lassen und dann wieder eine Handvoll blonder Locken zwischen meinen Fingern vorzufinden. Ich stiefelte von Arzt zu Arzt. Doch niemand schien mich ernst zu nehmen und anstelle dessen wurden mir Haarshampoos auf Koffeinbasis und Haarwuchsmittel verschrieben. Doch meine Situation schien Ausweglos zu sein.

Nach endlosen Lösungsfindungen und Experimenten fiel mir ein Artikel über „Schilddrüsenunterfunktion und Eisenmangel“  in die Hände. Als ich daraufhin meinen Eisenstatus bei einem Arzt checken ließ und dann folglich Eisenpräparate zu mir nahm, verschwanden all meine Symptome im Handumdrehen. Ich verstand, dass meine Schilddrüsenhormone mit dem Eisen in meinem Körper voneinander abhängig sind. Aus diesem Grund kann ein Eisenmangel eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen und auch umgekehrt. Dieser Fakt ist so so wichtig, wird aber oft in der Behandlung von Hypothyreose übersehen und ich frage mich deshalb, warum nicht jede einzelne  Person mit einer Schilddrüsenunterfunktion einem Eisen-Test unterzogen wird? Von Müdigkeit bis zu Haarausfall können diese beiden Zustände nicht nur dazu führen, dass du dich elend fühlst, sondern sind auch eng miteinander verbunden, wenn es um deine Gesundheit geht.

 

Symptome eines Eisenmangels:

 

Eisenmangel manifestiert sich mit einem deutlichen Rückgang an roten Blutkörperchen. Rote Blutkörperchen sind zusammen mit dem Trägermolekül Hämoglobin dafür verantwortlich, den Sauerstoff im ganzen Körper zu verteilen.

Die Symptome eines Eisenmangels können identisch mit denen einer Schilddrüsenerkrankung sein. Dazu gehören:

Anhaltende Müdigkeit

Blasse Haut

Kurzatmigkeit

Kopfschmerzen

Schwindelgefühl

Herzklopfen

Trockene Haut

Sprödes Haar und Haarausfall

Schwellung oder Wundsein der Zunge oder des Mundes

Unruhige Beine

Spröde oder geriffelte Nägel

 

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion:

 

Zu den Symptomen einer Hypothyreose gehören:

Haarausfall

Ängste

Kälteunverträglichkeit

trockene Haut

Müdigkeit

Depressionen

Verstopfungen 

Gelenkschmerzen

und viele mehr

Ähnlich erfahren Frauen, die an Eisenmangel leiden, Müdigkeit, Kälteunverträglichkeit, Haarausfall, Angstzustände und eventuell unregelmäßige Herzschläge.

 

Doch woher kommt der Eisenmangel?

 

Wenn du einer der vielen Menschen mit einer Schilddrüsenfehlfunktion bist, der zum Beispiel unter Müdigkeit leidet, dann kann Eisenmangel sehr wohl die Ursache sein. Dies gilt insbesondere bei Menschen mit Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), kann aber auch bei Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) auftreten. Ein einfacher Bluttest kann in der Regel deinen jetzigen Zustand ganz einfach und bequem herausfinden.

Wenn den Zellen im Magen ausreichend T3 zur Verfügung steht, produzieren sie Salzsäure, die dabei hilft, Nahrung abzubauen und Nährstoffe für die Absorption freizusetzen. Ohne ausreichende Magensäure ist dein Körper jedoch nicht in der Lage, auf die Eisenspeicher in der Nahrung zuzugreifen, die du zu dir nimmst.

Sicherlich weißt du schon, dass dein Magen-Darm-Trakt und deine Schilddrüse eng miteinander verbunden sind.

Das heißt also, dass eine Hypothyreose den Beginn einer Anämie auslösen kann.

Interessanterweise deutet die Forschung auch darauf hin, dass Eisenmangel zur Entwicklung einer Hypothyreose beitragen kann. Denn Eisen ist von zentraler Bedeutung für die Produktion sowohl der roten Blutkörperchen als auch des Schilddrüsen-Stimulationshormons (TSH).
Die Wechselwirkung zwischen Eisen, roten Blutkörperchen und TSH kann zur Hypothyreose beitragen, indem sie die normale Funktion der Schilddrüse beeinträchtigt.

Jedoch kann auch ein Eisenmangel ohne Anämie auftreten. Wissenschaftler kamen nämlich  zu dem Entschluss, dass Eisenmangel, unabhängig von Anämie, an einer Schilddrüsenfehlfunktion schuld sein kann.

Deshalb steht die Überprüfung des Eisenstatus bei Frauen mit starken Perioden, Müdigkeit, Hypothyreose oder Haarausfall ganz oben auf der Liste.

Also, mein Appell an dich: „Teste dich auf Eisenmangel!“

Schilddrüsenunterfunktion und eisenmangel

 




Diagnose:

 

Der Serumferritin-Test misst die Menge der Eisenspeicherung im Körper. Der Normalbereich bei Männern liegt bei 20 bis 500 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) und bei Frauen bei 20 bis 200 ng/ml. Liegen die Ergebnisse unter dem Referenzbereich, kann ein Eisenmangel diagnostiziert werden.
Um ein genaues Ergebnis zu erhalten, wirst du möglicherweise 12 Stunden vor der Blutabnahme aufgefordert werden, keinerlei Nahrung mehr zu dir zu nehmen. Die Testergebnisse gehen in der Regel innerhalb von zwei Tagen ein, je nach Labor.

 

Die Behandlung:

 

Die Behandlung des Eisenmangels basiert weitgehend auf der Schwere der Symptome und den Ergebnissen des Serumferritintests. Es kann eine orale Ergänzung und /oder eine eisenhaltige Ernährung beinhalten.

 

Aber was kannst du noch tun, um deinen Eisenwert in die Höhe steigen zu lassen? Hier einige Tipps von mir:

 

  •  Wie ich oben bereits erwähnt habe, musst  du ausreichend T3 produzieren, um einen gesunden funktionierenden Magen-Darm-Trakt zu haben. Da dies aber meist nicht der Fall ist, solltest du dein Essen wirklich gut kauen bevor du es hinunter schluckst. Ich weiß, dass es extrem klingt. Aber dieses Kauen wird nicht nur deinen Darm dazu bringen, seine Arbeit zu tun, sondern ihn auch entlasten, so dass dein Darm nicht so schwer arbeiten muss. Bei vielen Menschen verbessert die Zugabe von Salzsäurepräparaten und Verdauungsenzymen die Eisenaufnahme und unterstützt insgesamt eine bessere Verdauung.

 

  • Erhöhe den Anteil von grünem Blattgemüse in deinem Essen. –  Gemüse enthält so viele Nährstoffe, weit über dem  Eisen hinaus, dass es keinerlei Möglichkeit gibt, diese in unserer Ernährung zu überspringen. Versuche aber, dein Blattgemüse mit Zitrusfrüchten, Paprika und anderen Vitamin C-haltigen Lebensmitteln zu kombinieren. Vitamin C verbessert die Absorption von Eisen. Füge auch etwas Säure wie z.B. Apfelessig, Balsamico-Essig oder Zitronensaft hinzu. Dies kann helfen, den Verdauungsprozess in Gang zu bringen, wenn es darum geht, dieses Mineral für die Absorption im Darm verfügbar zu machen.

 

Und weiter gehts…

 

  • Behebe deinen Eisenmangel mit bestimmten Lebensmitteln, u.a. mit Gerstengras-Pulver, Ölsaaten wie z.B. Leinsamen, Kürbiskerne oder Sesam, Hülsenfrüchte, Quinoa, Amaranth und Hirse.

 

  • Meide oder reduziere Getränke und Nahrungsmittel, die die Eisenaufnahme hemmen, wie z.B. Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein, sowie Milch und –produkte. Du solltest auch Wert darauf legen, die Aufnahme von kalziumreichen Lebensmitteln zu begrenzen, was ebenfalls die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen kann.

 

  • Nehme Eisen-Nahrungsergänzungsmittel ein. – Leider führen die meisten Eisenpräparate, welche dein Arzt dir verschreibt, zu Verdauungsbeschwerden und werden allgemein nicht gut vertragen. Es gibt jedoch auch natürliche Eisenquellen wie z.B. das Curryblatt-Pulver, welches oft mit natürlichem Vitamin C angereichert wurde, gut verträglich und rezeptfrei erhältlich ist. Es liefert aber neben Eisen auch noch andere gesunde Vitalstoffe und ist laut Studien hochwirksam. Eisen hat eine erhöhte Affinität zu Vitamin C und kann durch die Bindung daran leicht aufgenommen werden, was die Bioverfügbarkeit von Eisen im Blut erhöht. Vitamin B-6, B-12, Folsäure und Kupfer haben eine ähnliche Wirkung.Warte aber bitte mindestens drei bis vier Stunden nach der Einnahme deines Schilddrüsenhormons, bevor du dein Eisenpräparat zu dir nimmst. Denn Eisen kann die Resorption von Schilddrüsenmedikamenten beeinträchtigen, wenn es zu schnell hintereinander eingenommen wird. Du solltest aber niemals zu größere Dosen von Eisen, Vitamin C oder anderen Mineralien und Vitaminen greifen, als von deinem Arzt empfohlen. Dies kann insbesondere bei Dosierungen über 20 Milligramm pro Kilogramm pro Tag (mg/kg/Tag) zu einer Eisentoxizität führen. Ebenso kann die übermäßige Verwendung von Vitamin C  Durchfall und Übelkeit herbei führen. Nach 30 bis 60 Tagen sollte nochmals ein Bluttest durchgeführt werden, um festzustellen, ob sich der Eisenspiegel normalisiert hat. Die Behandlung kann bis zu vier Monate fortgesetzt werden, wobei die Dosierung allmählich abnimmt, wenn sich die Werte zu normalisieren beginnen.

 

Eisenmangel = Schilddrüsenunterfunktion ?!?

 

Da wir nun schon wieder am Ende meines Beitrages sind, möchte ich euch gerne noch Fragen, was ihr für Erfahrungen zu diesem Thema gemacht habt und was euch geholfen hat. Natürlich würde ich mich auch über weitere Tipps und Tricks eurerseits sehr freuen.

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2 thoughts on “Schilddrüsenunterfunktion und Eisenmangel – „Haarausfall? Blässe? Müdigkeit? Starke Menstruation?“”

  • Hallo ich habe seit meiner Kindheit Anämie und jetzt wurde „endlich“ auch noch Hashimoto diagnostiziert. Seit ich Thyronajod bekomme fühle ich mich noch müder und schwächer. Ich bin auch gereizt und weine schnell. Das mit den Augenbrauen kann ich bestätigen. Ich frier auch viel, kann nicht schlafen und und… Und kein Arzt nimmt mich ernst. Ich wäre halt in den Wechseljahren und solle mal Sport machen dann ginge es mir auch besser. Ich nehme noch Selen und Vit C und B. Werde das mit dem Eisen aber jetzt sofort probieren. LG

    • Hallo Ulrike, ich weiss genau was du meinst, da es mir ähnlich erging wie dir. Von Anämie bis hin zur Gewichtszunahme und ständigem Wechsel meiner Launen habe ich alles durch. Vielleicht kann dir eine Reinigung deines Körpers mit einer gesunden Ernährung helfen. Das war es, was mir einen Lebenswandel beschert hat. Mit meiner Anämie habe ich leider immernoch zu kämpfen, aber es ist schon besser geworden. Halte durch und versuche deine Gewohnheiten Schritt für Schritt zu ändern. Du schaffst das. Da bin ich mir sicher, liebe Ulrike. 🙂

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